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„Ein Feuerwerk an Ideen“ bei der SPD

  • 5. Mai 2016
  • 4 Min. Lesezeit

So kommentierte Olaf Hausmann das, was die Fraktionsmitglieder und Gäste während des vorangegangenen Vortrags bei der Sitzung des SPD-Ortsvereins und der Fraktion erleben durften.

Natürlich ging es um das Freibad und ich bekam die Gelegenheit meine Vision aus dem Videovortrag „Erhalten. Erneuern. Erleben.“ vor etwa 30 Mitgliedern der SPD und weiteren anwesenden Gästen aus der Fraktion DIE LINKE in gekürzter Form vorzustellen.

Zugegebenermaßen wurden die vielen Vorschläge aus dem zweieinhalbstündigen Film so komprimiert und geballt behandelt, dass Sitzungsleiter Karl-Heinz Geil gegen Ende der halben Stunde, welche mir in dem zeitlich eng getakteten Tagesordnungsplan zur Verfügung stand, die Befürchtung hatte, dass die Zuschauer vielleicht die vielen Eindrücke in Gänze schwer würden verarbeiten können.

Auch wenn leider einige Punkte auf der Strecke blieben, so konnte ich doch die wichtigsten Aspekte darlegen. Kurz angeschnitten wurden die Chancen, die sich uns und der Stadt durch eine Entfaltung der Anlage zum Erlebnisbad bieten würden – ebenso wie eine zusammengefasste Vorstellung möglicher Events und realisierbarer Attraktionen auf dem Gelände.

Spannend wurde es dann bei der Vorstellung des „neuen“ Freibads, denn hier konnte ich mittlerweile auch erste (derzeit noch in Arbeit befindliche) Visualisierungen in Form eines 3D-Geländeplans präsentieren. Zuvor ging es aber um die grundsätzliche Einteilung des Areals in Aktivitätszonen:

  • Pool-Area Im Zentrum mit dem 50-Meter-Hauptbecken

  • Activity-Area im Westen für Kleinkinder und Kinder

  • Sunbathing-Area östlich des Hauptbeckens

  • Hang-Out-Area am südöstlichen Gelände für sportliche und spielerische Unterhaltung außerhalb des Wassers

  • Action-Area am Nordrand mit Platz für eine neue Wasserrutsche

  • Eatertainment-Area am Nordost-Eck zur Errichtung einer abwechslungsreichen Gastronomie

  • Wellnes-Area am bisher ungenutzten Ostrand zur Etablierung eines Saunabereichs

Anschließend wurden die Neuerungen und Ideen für jede Zone vorgestellt.

Besonders angetan schienen die Zuschauer von Splashpad, Matschanlage, 70-Meter-Wasserrutsche und dem Wellnessbereich zu sein – untermalt durch die bereits angesprochenen 3D-Visualisierungen. Nahezu einstimmig-beipflichtendes Kopfnicken gab es auch bei Erwähnung des kargen Planschbeckens mit fehlendem Sonnenschutz. Hier sehen wohl unsere Kommunalpolitiker – ebenso wie ich – dringenden Handlungsbedarf.

Leider war meine Zeit nach Vorstellung der Zonen auch schon um und ich konnte die Aspekte, sowohl zur zeitlichen Maßnahmenplanung, als auch zur finanziellen und gemeinschaftlichen Unterstützung, während der vorangegangenen Präsentation nur grob anreißen.

Dennoch erntete der Vortrag großen Applaus der Anwesenden. In der anschließenden Diskussionsrunde fand Olaf Hausmann lobende Worte: „Das ist ein Feuerwerk an Ideen und es ist toll, dass so etwas durch absolut privates, ehrenamtliches Bürgerengagement einer einzelnen Person entstanden ist. Jetzt liegt es an uns, ein Zeichen zu setzen, indem dieses Engagement honoriert wird.“ Eine Botschaft, die ich deshalb mit nach draußen tragen solle, ist, dass man die „Initiativeee“ an den zuständigen Ausschuss für Sport, Soziales und Kultur weiterreichen werde, damit ich dann dort Gelegenheit bekomme, das Ganze erneut in ausführlicherer Form vorzustellen und mit dem Ausschuss über das Thema zu diskutieren.

Hausmann gab allerdings auch zu Bedenken, dass bei den Bürgern nicht eine falsche Erwartungshaltung geweckt werden dürfe. Man dürfe nicht annehmen, dass Kirchhain in ein oder zwei Jahren ein völlig neues Bad haben werde. Das sei kostenmäßig schlicht und einfach nicht zu stemmen. Es sei aber besonders gut, dass mein Konzept den schrittweisen Ausbau, in zeitlichen Abständen berücksichtigt.

Anwesende stimmten auch zu, dass es wichtig sei, ein so visuell klares Ziel vor Augen zu haben, auf das man in den kommenden Jahren hinarbeiten könnte. „Visionen von heute sind die Zukunft von morgen und es ist wichtig, dass es diese hier gibt“, sagte dazu Klaus Hesse. Er betonte aber auch, dass das Freibad trotz allem nur einen Schwimmbetrieb während der kurzen Sommerphasen gewährleisten könne. Ziel der Stadt ist es aber einen ganzjährigen Schwimmbetrieb auch in Zukunft aufrecht zu erhalten.

Dazu bemerkte ich dann, dass sich das nicht ausschließen müsse. So könnte man z.B. viele der Event-Ideen auch für das Hallenbad als Inspiration nutzen, um dessen Besucherfrequenz zu steigern.

Auch Barbara Hesse fand lobende Worte und machte den Vorschlag, diesen Vortrag in Form einer Bürgerinformationsveranstaltung um das Thema Freibad erneut zu halten. So etwas könne man als ausführlichere Version gut im Bürgerhaus machen und im gleichen Zug eine lebhafte Diskussion anstoßen.

Abschließend kann ich noch von ein paar weiteren Punkten berichten, die während der Sitzung zur Sprache kamen.

Bei der Bürgerbefragung zum Thema Freibad, die in der Vergangenheit durchgeführt wurde kamen über 300 Fragebögen ausgefüllt zurück. Die finanziellen Mittel zur Auswertung dieser Bögen sind nun bewilligt worden, so dass wir demnächst mit Ergebnissen rechnen können.

Das Freibad soll einen neuen Namen bekommen – dafür spricht sich die SPD aus. Der Name, der dabei ins Gespräch kam und von der Fraktion befürwortet wird, wäre eine Benennung nach dem Initiator der „Kirchhainer Bäderstiftung“, Dr. Bernhard Prediger. Damit sein Erbe nicht im allgemeinen Haushalt untergeht, hat der verstorbene Rechtsanwalt und Notar seinerzeit die Gründung einer Stiftung verfügt, welche das aus Immobilien, Wertpapieren und Bankguthaben bestehende Erbe zusammenhalten muss. Die Erlöse aus diesem Stiftungsvermögen sollen laut seinen Vorgaben zu 90 Prozent in den Erhalt beider Kirchhainer Schwimmbäder fließen und zu zehn Prozent in die außerschulische Jugendarbeit der Stadt. Auch wenn, der neue Name sich wohl nicht in den allgemeinen Sprachgebrauch einbürgern dürfte, so möchte man Herrn Dr. Prediger damit zumindest die Anerkennung schenken, die seine Tat verdient.

Da passt es ja sehr gut, wenn man eine meiner Event-Ideen aus dem Initiativ-Film aufgreift und zukünftig Freibadgottesdienste im Prediger-Bad abhält 😇

Mein Fazit: Auch wenn die halbe Stunde bei weitem nicht ausreichte, um alle Aspekte meines Konzepts ausreichend zu beleuchten, so war die Veranstaltung doch für mich ein persönlicher Erfolg und ein wichtiger Schritt für unser gemeinsames Ziel, dem sicherlich weitere Schritte folgen werden.

Mein persönlicher Eindruck war, dass man bei der SPD tatsächlich sehr hohen Wert auf bürgerliche Mitgestaltung der Stadt legt und sich in Zukunft bemühen will, Vorschläge aus der Bevölkerung aufzugreifen und anzugehen. Meine Hoffnung ist, dass dadurch eine Botschaft in unserer Stadt und an meine Mitbürger ausgesendet wird. Eine Botschaft die jeden von uns dazu motiviert, sich gemeinschaftlich zu engagieren und uns am Ende mit der Erkenntnis belohnt: Ich kann etwas für unser aller Gemeinwohl bewirken.

 
 
 

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